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CLINIXX® KIS für sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen

Das Krankenhausinformationssystem für die neue Versorgungsform nach §115g SGB V

Key User Schulung

Ein SÜV-Standort führt stationäre und ambulante Fälle nebeneinander. Die Pflege ist Kernleistung, abgerechnet wird über Pauschalen. Dafür braucht es ein Krankenhausinformationssystem, das beide Bereiche abdeckt, ohne den Funktionsumfang eines Maximalversorgers mitzubringen.

CLINIXX® wird im Browser genutzt und modular zusammengestellt. Über 70 Kliniken arbeiten damit, darunter Beleg-, Tages- und Praxiskliniken sowie Medizinische Versorgungszentren mit stationärer Behandlung. Von der Beauftragung bis zum Produktivstart für Häuser bis 50 Betten vergehen in der Regel drei bis sechs Monate.

So wird ab 2027 abgerechnet

Ab dem 1. Januar 2027 werden sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen über eine jährliche Strukturpauschale je finanzierungsrelevantem Bett und eine Sachkostenpauschale je Belegungstag vergütet. Die Abrechnung läuft über einen fallbezogenen Zahlbetrag, DRG-Fallpauschalen entfallen.

Zwei Grenzen bestimmen den Erlös: höchstens 50 finanzierungsrelevante Betten und mindestens 30 Behandlungsfälle je Bett und Jahr. Wer die Mindestfallzahl unterschreitet, verliert einen Teil der Strukturpauschale. Die Regeln gelten bis Ende 2029 und sind in dieser Zeit nicht ordentlich kündbar.

Für die Software bedeutet das zweierlei. Belegungstage, Fallzahlen und Verweildauern müssen jederzeit stimmen. Und ambulante Leistungen müssen davon getrennt geführt werden.

Strukturpauschale

jährlich je finanzierungsrelevantem Bett

Sachkostenpauschale

je Belegungstag

Fallbezogener Zahlbetrag

DRG-Fallpauschalen entfallen


höchstens 50

finanzierungs­relevante Betten

mindestens 30

Behandlungsfälle je Bett und Jahr (darunter entfällt ein Teil der Strukturpauschale)

Laufzeit

01.01.2027 bis Ende 2029 nicht ordentlich kündbar

Was CLINIXX® an einem süV-Standort leistet

Im Browser nutzbar

CLINIXX® wird auf einem Server installiert und über den Browser bedient. An den Arbeitsplätzen entfällt die Installation, Updates laufen serverseitig. Der Server steht wahlweise im Haus oder in einem Rechenzentrum in Deutschland.

Modulauswahl je Haus

Der Funktionsumfang wird für jedes Haus einzeln zusammengestellt. Ein Standort ohne Operationsbetrieb erhält kein OP-Management und bezahlt es auch nicht. Was später dazukommt, lässt sich ergänzen

Stationär und ambulant in einem System

Aufnahme, Belegung, Verlegung und Entlassung laufen im selben System wie die ambulante Dokumentation. Ambulante Abrechnung nach SÜV-Vorgaben erfolgt ebenfalls in CLINIXX®

Anbindung an die Telematikinfrastruktur

CLINIXX® ist von der gematik für ISiK bestätigt und erreicht im TI-Score die Bewertung A für KIM/eAU und E-Rezept. Über HL7 FHIR und weitere Schnittstellen sind mehr als 30 Fremdsysteme angebunden, unter anderem Labor-, Radiologie- und Archivsysteme. DEMIS-Meldungen gehen direkt aus CLINIXX® heraus.

Drei bis sechs Monate bis zum Start

So lange dauert ein Projekt von der Beauftragung bis zum Produktivbetrieb. Wird ein bestehendes System abgelöst, liegt die Ausfallzeit beim Umstieg bei höchstens 30 Minuten.

Abrechnung nach Fällen

CLINIXX® kann nach abgerechneten Fällen bezahlt werden. Sinkt die Belegung, sinken auch die Softwarekosten.

In fünf Schritten zum Produktivstart

Ein Projekt dieser Größe dauert drei bis sechs Monate. Wie schnell es geht, hängt vor allem davon ab, wie zügig im Haus über die Abläufe entschieden wird.

1. Aufnahme

Wir sehen uns Ihre Abläufe an und klären gemeinsam, welche Module Sie brauchen, welche Fremdsysteme angebunden werden und wo der Server stehen soll.

2. Konfiguration

CLINIXX® wird auf Ihre Stationen, Fachbereiche und Dokumentationsvorgaben eingestellt.

3. Schnittstellen und Datenübernahme

Labor, Radiologie, Archiv und weitere Systeme werden je nach Bedarf angebunden. 

4. Schulung

Geschult wird nach Berufsgruppen.

5. Start und Begleitung

Am Starttag sind wir vor Ort. Danach übernimmt der Support.

Ihre Modulauswahl

Ein Standort mit 20 bis 50 Betten braucht selten mehr als acht Module. Die folgende Aufstellung zeigt, womit ein süV-Haus arbeitet und was davon optional bleibt.

Patienten-management

Aufnahme, Verlegung, Entlassung, Belegungsführung und Abrechnung

Virtuelle Patientenakte

führt alle Unterlagen eines Falls zusammen

Stations-arbeitsplatz

Belegungsübersicht, Tagesorganisation, Übergaben

Arztarbeitsplatz

Visite, Anordnungen, Befundeinsicht

Pflege-arbeitsplatz

Pflegedokumentation im Stationsbetrieb

Auftrags- und Befund-kommunikation

Aufträge an und Befunde von Labor, Radiologie und externe Leistungserbringer

Medizinische Fach-dokumentation

strukturierte Dokumentation je Fachgebiet

Arztbrief-schreibung

Entlassbrief und Unterlagen für die Weiterbehandlung

Je nach Ausrichtung

OP-Management

bei ambulantem Operieren nach § 115b SGB V

Ergänzungen aus dem Netzwerk United Web Solutions e.V.

ID Berlin

Medikation & Kodierung 

apenio GmbH

vertiefte Pflegeplanung und Pflegedokumentation

medatixx GmbH & Co. KG

ambulante Abrechnung über EBM mit x.vianova

sinnvoll bei nennenswertem ambulanten Anteil

Unsere Kunden, die so arbeiten

RGZ Holzminden

Das Regionale Gesundheitszentrum Holzminden arbeitet seit April 2025 mit 20 stationären Betten, davon 18 internistisch und 2 chirurgisch. Die ambulante Versorgung läuft über das kommunale Medizinische Versorgungszentrum. Das RGZ ist nicht aus einer Krankenhausschließung hervorgegangen, sondern wurde von Anfang an mit ambulantem und stationärem Angebot aufgebaut.

Warnow-Klinik Bützow

Die Warnow-Klinik Bützow stellt auf den Betrieb als sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung um und verringert die Bettenzahl dabei von 80 auf 50.

Häufige Fragen

Welches Krankenhausinformationssystem eignet sich für eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung?

Ein süV-Standort führt stationäre und ambulante Fälle nebeneinander, dokumentiert Pflege als Kernleistung und rechnet über Pauschalen ab. Passend ist ein System, das beide Bereiche abdeckt und sich auf den tatsächlich benötigten Umfang begrenzen lässt. CLINIXX® wird im Browser genutzt, modular zusammengestellt und ist bei Häusern dieser Größe im Betrieb, etwa bei Beleg-, Tages- und Praxiskliniken sowie bei Medizinischen Versorgungszentren mit stationärer Behandlung.

Wie lange dauert die Einführung?

Drei bis sechs Monate von der Beauftragung bis zum Produktivstart. Die Spanne ergibt sich aus dem Umfang der Schnittstellen, der Datenübernahme aus dem Altsystem und der Geschwindigkeit, mit der im Haus entschieden wird.

Brauchen wir eigene Server im Haus?

Nein. CLINIXX® läuft wahlweise auf einem Server im Haus oder in einem Rechenzentrum in Deutschland. Hierzu können Sie aus folgenden Partnern wählen: AWS, Synaforce, SVA.  An den Arbeitsplätzen genügt ein Browser. 

Welche Module braucht ein Standort mit 20 bis 50 Betten?

In der Regel acht: Patientenmanagement, Virtuelle Patientenakte, Stationsarbeitsplatz, Arztarbeitsplatz, Pflegearbeitsplatz, Medizinische Fachdokumentation, Arztbriefschreibung sowie Auftrags- und Befundkommunikation. OP-Management kommt hinzu, wenn ambulant operiert wird, PsyOps bei psychiatrischer oder psychosomatischer Ausrichtung.

Können wir die Daten aus unserem bisherigen System übernehmen?

In der Regel übernehmen wir sie nicht. Eine vollständige Migration zwischen zwei Krankenhausinformationssystemen liefert selten ein Ergebnis, auf das sich im Alltag verlassen lässt. Stattdessen läuft das bisherige System weiter, solange Sie Zugriff auf abgeschlossene Fälle brauchen, während CLINIXX® den laufenden Betrieb übernimmt. Welche Stammdaten übernommen werden, legen wir im Projekt gemeinsam fest.

Ist CLINIXX® ISiK-konform?

CLINIXX® ist von der gematik für ISiK bestätigt und war dabei das zweite bestätigte System überhaupt. Im TI-Score liegt die Bewertung bei A für ePA, KIM/eAU und E-Rezept.

Lassen sich ambulante und stationäre Fälle gemeinsam führen?

Aufnahme, Belegung und Entlassung laufen im selben System wie die ambulante Dokumentation. Für die Abrechnung über EBM arbeiten wir mit medatixx zusammen.

Wer schult unsere Mitarbeiter?

Das übernehmen wir. Geschult wird nach Berufsgruppen an den Arbeitsplätzen, an denen später auch gearbeitet wird. Am Starttag sind wir vor Ort.

Was kostet CLINIXX® für ein Haus dieser Größe?

Der Preis richtet sich nach den gewählten Modulen und der Zahl der abgerechneten Fälle. Für ein Angebot brauchen wir Bettenzahl, Leistungsspektrum und die anzubindenden Fremdsysteme. Diese Angaben nimmt die Checkliste auf.

Welche Fremdsysteme sind angebunden?

Mehr als 30, unter anderem Labor- und Radiologiesysteme, Archive und Terminplanung. Die Anbindung läuft über HL7 FHIR, HL7 v2, GDT und weitere Verfahren.

Wie wird eine süV vergütet?

Über eine jährliche Strukturpauschale je finanzierungsrelevantem Bett und eine Sachkostenpauschale je Belegungstag, abgerechnet als fallbezogener Zahlbetrag. DRG-Fallpauschalen entfallen. Die Regelung gilt ab dem 1. Januar 2027.

Was passiert, wenn wir die Mindestfallzahl nicht erreichen?

Die Vergütungsvereinbarung sieht 30 Behandlungsfälle je finanzierungsrelevantem Bett und Jahr vor. Wird diese Zahl unterschritten, verringert sich der Anspruch auf die Strukturpauschale. Die Belegung sollte deshalb unterjährig nachgehalten werden und nicht erst zum Jahresabschluss.